Ansprechpartner Energiemanagement

Dr. Ralf Freise

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Neuigkeiten zum Thema Energiemanagement

17.12.2012

Änderungen des Energie- und Stromsteuergesetzes

Der Beschluss zur Änderung des Energie- und Stromsteuergesetzes sowie zur Änderung des Luftverkehrssteuergesetzes ist vom Bundesrat gefasst. [mehr]


10.09.2012

BAFA bezuschusst solare Prozesswärme mit bis zu 50% der Investitionskosten

Industrielle Fertigungsprozesse mit der dort benötigten Wärme durch Solaranlagen versorgen [mehr]


27.08.2012

Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Energiesteuer- und des Stromsteuergesetzes

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Neuregelung des Spitzenlastausgleichs (§ 55 EnergieStG, § 10 StromStG) liegt dem Bundesrat vor und wird am 21. September 2012 im Plenum beraten. Die Neuregelu [mehr]


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Energiemanagementsysteme- DIN EN ISO 50001

Was?

Die DIN EN ISO 50001 ist eine weltweit gültige Norm, die im Juni 2011 veröffentlicht wurde und deren deutsche Fassung im Dezember 2011 erschien.
Sie soll Unternehmen dabei helfen, ein Energiemanagementsystem zur Verbesserung der energiebezogenen Leistung aufzubauen, um die Energiekosten und unerwünschte Umweltauswirkungen wie Treibhausgase zu verringern.

Die Norm kann in ISO 9001 (Qualitätsmanagementsysteme) und ISO 14001 (Umweltmanagementsysteme) integriert werden, da ihre Struktur gleich ist und sie ebenfalls auf dem PDCA-Zyklus basiert.
Dieser PDCA- Zyklus ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der sich im Fall des Energiemanagements aus den Phasen Energiepolitik und -planung (Plan),  Einführung und Umsetzung (Do), Kontrolle (Check) und Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen (Act) zusammensetzt.

Wozu?

Ein EnMS hilft Energieverpflichtungen einzuhalten, notwendige Maßnahmen zur Verbesserung der energiebezogenen Leistung zu ergreifen und ist mit einer Vielzahl an Vorteilen für das Unternehmen verbunden:

  • Energiekostenreduktion durch Energieverbrauchsreduktion und energieeffizientere Technologien, Produkte und Dienstleistungen
  • Klimaschutz
  • Steuervergünstigungen: nach dem BMF-Entwurf zum Strom- und Energiesteuergesetz bedarf der Spitzenausgleich ab 01.01.2013 eines Energiemanagementsystems
  • Vermeidung von Energieversorgungsengpässen und Erlangen größerer Unabhängigkeit bei der Energieversorgung
  • verbesserte Produktivität von Anlagen, Maschinen und Beschäftigen und die Anwendung der erworbenen Energieeffizienz-Kenntnisse auf alle Produktionsstandorte
  • Verbesserung des Risiko- und Krisenmanagements etc.

Wie?

Zunächst wird durch Energiemanagementsystem eine Energiepolitik entwickelt und eingeführt, in deren Rahmen strategische und operative Energieziele sowie Aktionspläne festgelegt werden.

Bei der Umsetzung der Energiepolitik spielt u.a. die Stärkung des Bewusstseins und der Fähigkeiten der Mitarbeitenden bezüglich des Themas „Energie“ eine große Rolle. Dazu ist eine gute organisationsinterne Kommunikation bezüglich der energiebezogenen Leistung und des EnMS erforderlich.
Die Vorgänge innerhalb des EnMS sind zu dokumentieren und Abläufe und Instandhaltungsaktivitäten sind zu planen, sodass sie unter festgelegten Randbedingungen ausgeführt werden können.
Zur Verbesserung der energiebezogenen Leistung ist sowohl über den Einsatz effizienterer Produkte bzw. Dienstleistungen nachzudenken, als auch über die Zusammenarbeit mit der Lieferantenkette, deren energiebezogenes Verhalten beeinflusst werden kann.

Der gesamte Managementprozess soll durch Überwachung, Messung und Analyse der Merkmale, welche die energiebezogene Leistung bestimmen, sowie durch eine interne Auditierung fortlaufend kontrolliert werden. Bei Nicht- Erfüllung von Anforderungen müssen Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen vorgenommen werden.

Letztendlich erfolgt die Prüfung des Energiemanagements durch das Top- Management.
Ergebnisse des Management- Reviews müssen u.a. alle Entscheidungen und Maßnahmen bezüglich der Veränderung der energiebezogenen Leistung, der Energiepolitik und strategischer und operativer Ziele enthalten, sodass es zu einer kontinuierlichen Verbesserung des Energiemanagementsystems kommen kann.

EnMS als Voraussetzung für den Spitzenausgleich ab 2013

Nach einem Referententwurf des BMF müssen Betriebe ab 2013 ein Energiemanagementsystem aufbauen und ab 2015 vorweisen, um den Spitzenausgleich zu erhalten.