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Category: Nachhaltigkeitsmanagement
Nachhaltigkeit und Unternehmen
Warum sich auch der Mittelstand mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen sollte.
Ein Beitrag von Dr. Ralf Freise und B.A. Linda-Marie vom Hove, GUT GmbH.
Das Thema Nachhaltigkeit, d. h. die Verknüpfung ökologischer und sozialer Aspekte mit wirtschaftlichen Aspekten, ist bei den deutschen DAX-Unternehmen längst angekommen. Ein Großteil von ihnen veröffentlicht nicht nur Nachhaltigkeitsberichte, sondern nimmt sich des Themas auch aus der Managementperspektive an. Dies ist vor dem Hintergrund immer rarer werdender Ressourcen (aktuell beispielsweise die Versorgungsengpässe mit seltenen Erden), sowie den mit dem demographischen Wandel verbunden zukünftigen personellen Engpässen nicht nur aus ethischer Perspektive sinnvoll, sondern schlichtweg eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Auch auf den Finanzmärkten, insbesondere im Bereich der Pensionsfonds, spielen zunehmend auch die ökologische und soziale Performance eines Unternehmens für Investitionsentscheidungen eine Rolle und es wird an schnell verfügbaren Kennzahlen zu diesen Bereichen gearbeitet.
Trotz dieser bei vielen großen Unternehmen und teilweise sogar auf den Finanzmärkten bereits angekommenen Erkenntnis wird das Thema Nachhaltigkeit von KMU oftmals als mit Kosten und zusätzlichem Aufwand verbundenes „Ökothema" abgetan. Dabei wird häufig der Facettenreichtum des Themas Nachhaltigkeit sowie die damit verbundenen Chancen unterschätzt. Die Verbesserung der Material- und Ressourceneffizienz beispielsweise bringt nicht nur einen ökologischen Mehrwert, sondern auch finanzielle Einsparungen mit sich. Ganz konkrete, mitunter finanzielle Vorteile birgt beispielsweise auch die Zertifizierung nach EMAS, welche als ein erster Schritt in Richtung Nachhaltigkeitsmanagement geeignet ist und in vielen Bundesländern mit Gebührenermäßigungen und anderen Erleichterungen im Verwaltungsvollzug einhergeht (mehr dazu finden Sie auf unserer Homepage). Abgesehen vom positiven Einfluss, den die Beschäftigung mit Nachhaltigkeitsthemen auf die Firmen- und Markenreputation haben kann, ist CSR (Corporate Social Responsibility) gleichzeitig als ein Wettbewerbsvorteil zu sehen. Auch das Erschließen neuer Märkte kann mittels Nachhaltigkeitsmanagement ermöglicht werden.
Hinzu kommt, dass Nachhaltigkeitsmanagement als ein Managementansatz zu betrachten ist, der über die Unternehmensgrenzen hinaus reicht. Um beispielsweise den CO2-Abdruck eines Produktes zu ermitteln, müssen zuverlässige Daten über die gesamte Lieferkette der einzelnen Produktbestandteile vorliegen. Je intensiver sich die DAX-Unternehmen mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen, je wahrscheinlicher wird es, dass sie dieses auch an ihre Lieferanten und diese wiederum an ihre Lieferanten und damit auch an KMU herantragen. Es scheint also nur eine Frage der Zeit, bis auch viele KMU gezwungen sein werden, sich mit der Thematik zu befassen.
Um von den Vorteilen der Beschäftigung mit dem Thema Nachhaltigkeit profitieren zu können, müssen auf Basis einer Analyse der Umwelt- und Sozialauswirkungen des jeweiligen Unternehmens zunächst klare Ziele bzw. eine Nachhaltigkeitsstrategie definiert werden. Für die Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie eignet sich das Konzept der Balanced Score Card (BSC) besonders gut, da es auch nichtfinanzielle Erfolgsfaktoren systematisch einbezieht und diese mit dem Unternehmenserfolg verknüpft. Entscheidend für den Erfolg ist dabei aber, dass es gelingt, die Prozesse über entsprechende Kennzahlen zu steuern und ständig zu verbessern.
Gerne unterstützt die GUT Sie bei einem ersten Annäherungsprozess Ihres Unternehmens an das Thema Nachhaltigkeit sowie der Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie und der Verknüpfung mit den vorhandenen Managementsystemen.

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