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Aktuelle News

03.12.2013 Alter: 4 yrs
Kategorie: Gefahrgut / Gefahrstoffe, Abfallwirtschaft
Von: Dr. Reinhard Pech

Das ADR 2013 - Auswirkungen auf die Entsorgungspraxis

Übergangsregelungen im ADR 2013, nach denen Gefahrgüter noch nach den Vorschriften von 2011 befördert werden durften, sind zum 30.06.2013 abgelaufen, soweit für einzelne Sachverhalte keine abweichende längere Übergangsfrist im Kapitel 1.6 ADR vorgesehen ist.


Einige Änderungen betreffen gezielt Abfälle, andere gelten allgemein für Gefahrgüter und betreffen somit auch Abfälle, wenn diese unter das Gefahrgutrecht fallen.

Die Verpackungsvorschriften für Abfall-Druckgaspackungen der UN 1950, die nach Sondervorschrift 327 befördert werden (Spraydosen mit Treibgasresten ohne Schutzkappe), sind aus der Verpackungsanweisung P 003 herausgelöst worden. Sie erscheinen jetzt in veränderter Form in einer neu geschaffenen Verpackungsanweisung P 207.

Während für Gefahrzettel auf Verpackungen schon lange detaillierte Regelungen bezüglich Größe (10 cm Kantenlänge) und Erscheinungsbild bestanden, war dies für UN-Nummern auf Versandstücken bisher nicht der Fall. Nun wird für die UN-Nummer und die Buchstaben UN davor, z. B. UN 3065, eine Mindestzeichenhöhe von 12 mm gefordert. Bei Versandstücken mit einem Fassungsraum von maximal 30 l oder einer Nettomasse von höchstens 30 kg und bei Flaschen (gemeint sind Stahlflaschen für Gase) mit einem Fassungsraum von maximal 60 l reicht eine Zeichenhöhe von mindestens 6 mm aus. Bei Versandstücken mit Fassungsräumen ≤ 5 l bzw. Nettomasse ≤ 5 kg erfolgt eine quantensprungartige Vorschriftenänderung von gar keiner Regelung zu „angemessener Größe“. Für die Umsetzung dieser Neuregelung besteht eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2013, für die Flaschen ≤ 60 l bis 30.06.2018 (1.6.1.25 ADR).

Für das Elektroschrott-Recycling dürfte die neue Eintragung UN 3499 KONDENSATOR elektrische Doppelschicht (Energiespeicherkapazität > 0,3 Wh) von Interesse sein.

Dr. Reinhard Pech, GUC Gefahrgut- und Umweltconsulting