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Aktuelle News

16.12.2010 Alter: 7 yrs
Kategorie: Genehmigungsmanagement, UVP/UVU

Grundsteinlegung an der Ersatzbrennstoff-Verbrennungsanlage im Spremberger Industriepark Schwarze Pumpe

Symbolischer Startschuss für ein wichtiges Zukunftsprojekt.


Eine Pressemitteilung der Spreerecycling GmbH & Co. KG.

Der Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschafts- und Europaangelegenheiten Henning Heidemanns legte gemeinsam mit Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger, Sprembergs Bürgermeister Dr. Klaus-Peter Schulze sowie dem Geschäftsführer der Hamburger Containerboard Harald Ganster und dem Geschäftsführer und Projektleiter der Spreerecycling Uwe Amann am 12. November 2010 den Grundstein für das Ersatzbrennstoff-Kraftwerk (EBS-Kraftwerk) der Spreerecycling GmbH & Co. KG.

„Ich bin Hamburger dankbar für ihr Engagement am Standort Spremberg; es ist ein Beleg für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Lausitz. Von dieser Investition geht ein spürbarer Impuls für die wirtschaftliche Entwicklung der Region aus.", sagte Henning Heidemanns in seinem Grußwort. Uwe Amann versenkte neben den aktuellen Tageszeitungen und Kupfermünzen auch einen Bogen der ersten Papierproduktion aus dem Jahr 2005 in der Kupferhülse. Der Grundstein mit der Kupferhülse wird im Eingangsbereich des zukünftigen Betriebsgebäudes seinen Platz finden.

Gerald Prinzhorn nannte es als das erklärte Ziel der Hamburger Gruppe, „im Kerngeschäft zu wachsen. Jedoch ist es manchmal auch notwendig, kurz inne zu halten und die bereits getätigte Großinvestition am Standort Schwarze Pumpe für die nächsten Jahrzehnte abzusichern." Die Grundsteinlegung ist ein Zukunftsprojekt, das für die weitere Entwicklung der Hamburger Rieger Papierfabrik Spremberg von zentraler Bedeutung ist. Mit dem Bau der Anlage wurde nach der Genehmigung mit den ersten Schritten zur Baufeldeinrichtung im Dezember 2009 begonnen. Im Juli folgten die eigentlichen Tiefbauarbeiten. Gegenwärtig sind bereits Teile des Brennstoffbunkers fertig gestellt.

„Mit dieser hocheffizienten Anlage gewährleisten wir in einem unsicheren energiepolitischen Umfeld, das Industrieunternehmen immer neue Belastungen auferlegt, eine zukunftssichere Produktion unserer qualitativ hochwertigen Wellpappenrohpapiere", erläuterte Harald Ganster.

Dieses Vorhaben mit einem Projektbudget von 140 Millionen Euro ist die bislang größte Einzelinvestition in ein Energieversorgungsprojekt der österreichischen Hamburger Gruppe. Die Inbetriebnahme des Kraftwerkes ist für das vierte Quartal 2012 vorgesehen.

Errichtet wird die Anlage derzeit im Norden des Industrieparks von einer Reihe namhafter Zulieferer aus der Kraftwerks- und Baubranche.

Die neue Anlage verbindet ökologische Vorteile mit dem Ziel, dem Unternehmen die unbedingt notwendige günstige Energie bereitzustellen. Durch das Genehmigungsverfahren wird gewährleistet, dass mit dem Betrieb der Anlage keine schädlichen Umweltauswirkungen verbunden sein werden.

Neben den Reststoffen aus der eigenen Papierproduktion werden weitere Ersatzbrennstoffe eingesetzt. Ersatzbrennstoffe sind vorsortierte, aufbereitete und besonders heizwertreiche Bestandteile aus Haus- und Gewerbeabfällen. Diese werden bei der Verbrennung auf einen Vorschubrost eingetragen. Diese robuste und vielfach bewährte Technologie garantiert einen hohen Ausbrand und einen stabilen Betrieb der Anlage. Verwertet werden nur Materialien, die zuvor von den Lieferanten auf der Grundlage einer festgelegten Qualitätsspezifikation aufbereitet wurden. In der Anlage erfolgt zusätzlich bei der Anlieferung eine Qualitätskontrolle in mehreren Schritten. Die bei der Verbrennung entstehenden Rauchgase werden in einer leistungsfähigen, mehrstufigen Rauchgasreinigung von Schadstoffen befreit.

Die benötigten Brennstoffe werden über die Straße und den vorhandenen Bahnanschluss angeliefert. Die zwischenzeitlich erfolgten und gegenwärtig immer noch laufenden verkehrstechnischen Erschließungsmaßnahmen im Umfeld Sprembergs werden die zusätzlichen Belastungen für die Anwohner reduzieren.

Strom kann aus dem öffentlichen Netz zugekauft werden. Die Dampfversorgung der Papiermaschine 1 in Spremberg wird zukünftig vorwiegend durch das neue EBS-Kraftwerk gesichert, da der benötigte Dampf nicht über weite Strecken transportiert werden kann. Die Ersatzbrennstoff-Anlage wird ca. 17 Megawatt elektrische Leistung und 75 Tonnen Dampf pro Stunde an die Hamburger Rieger Papierfabrik Spremberg liefern.

Wirtschaftlicher Eigentümer der Spreerecycling GmbH & Co. KG ist Hamburger Rieger Papierfabrik Spremberg, ein Unternehmen der österreichischen W. Hamburger Gruppe.

(Die GUT hat die Umweltverträglichkeitsuntersuchung erarbeitet und das Genehmigungsverfahren begleitet.)