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Aktuelle News

28.09.2010 Alter: 2 yrs
Kategorie: Nachhaltigkeitsmanagement

10. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung

Am 27. September 2010 fand in Berlin die 10. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung statt. Wir waren vor Ort und berichten an dieser Stelle von unseren Eindrücken.


Angela Merkel bei der 10. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung.

Am Montag, den 27. September 2010, hat zum zehnten Mal die Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) stattgefunden.

Zu Beginn der Veranstaltung haben sich zunächst die neuen Mitglieder des RNE, der insgesamt aus 15 Personen aus unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens besteht, vorgestellt, darunter der neue Vorsitzende Hans-Peter Repnik. Darauf folgte eine Rede des UN-Sonderbeauftragten für das Recht auf Ernährung, Prof. Dr. Olivier de Schutter zum Thema Nachhaltigkeit und Menschenrechte, in der er Deutschland empfahl, klare, verbindliche Zeitpläne für den Übergang in eine klimafreundliche Gesellschaft festzulegen. 

Anschließend haben sechs parallele Themenforen stattgefunden: Für Unternehmen war vor allem das Forum Nr. 1 interessant, in dem die Themen Nachhaltigkeit und Kapitalmarkt, bzw. die Frage , wie man unternehmerische Visionen finanzieren kann, diskutiert wurden. Das kompetente Podium kam dabei u. a. zu dem Schluss, dass Nachhaltigkeit bei Investoren zwar eine immer größere Rolle spielt, es aber noch einen hohen Bedarf an einheitlichen Reporting-Standards gibt. Diese würden die Transparenz erhöhen und somit die Investitionsentscheidung erleichtern. Der Trend zur integrierten Berichterstattung, d. h. das Inkorporieren von Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichten in den Geschäftsbericht, ginge bereits in die richtige Richtung.

Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war die darauf folgende Rede der Bundeskanzlerin Angela Merkel, die die Nachhaltigkeitspolitik der Bundesregierung vorstellte und verteidigte (siehe Foto). Bei der anschließenden Diskussion zum Thema "Rio plus 20: Was vor uns liegt" war eine wichtige Erkenntnis, dass die Kompetenzen des parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung des Deutschen Bundestages nach Angaben von dessen Vorsitzenden Andreas Jung (MdB, CDU/CSU) ausgeweitet wurden. So müssen beispielsweise Gesetzesvorlagen in Zukunft auch auf die eventuellen Auswirkungen in Sachen Nachhaltigkeit überprüft werden. 

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Jahreskonferenz des RNE deutlich gemacht hat, dass das Thema Nachhaltigkeit nach wie vor sowohl auf der Agenda der Politik als auch auf der Agenda der Unternehmen einen wichtigen Stellenwert hat. Ein detaillierter Bericht über die 10. Jahreskonferenz des RNE folgt in der nächsten GUT informiert.

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Der RNE wurde erstmals im April 2001 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder berufen; Aufgabe des Rates ist es u. a., die Bundesregierung in ihrer Nachhaltigkeitspolitik zu beraten. Im Juni 2010 wurde der RNE von Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut für drei Jahre berufen; Ihm gehören 15 Personen aus unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens an.
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Mehr zur Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung finden Sie auf der Homepage des RNE.